15. TKN Silvesterlauf Nürnberg am 31.12.2017

Fotos: privat

Für viele Weiherhöfer Läufer sah der Plan für den Silvestermorgen wie folgt aus: Erst ein gemütlicher Trainingslauf und anschließend ein schönes Weißwurstfrühstück. Für mich klang das perfekt, deswegen war ich wie jedes Jahr dabei. Candy, Sigi und Kim verzichteten auf die Gemütlichkeit und wählten Alternative B: Erst ein 10-km-Wettkampf rund um den Wöhrder See und danach Verpflegung beim "Wastl". Ja, da ist ja auch viel Schönes bei. Die drei hatten auf jeden Fall Spaß bei ihrem Jahresabschlusslauf und blieben allesamt deutlich unter einer Stunde.

Herzlichen Glückwunsch und auf ein gesundes und glückliches Sportjahr 2018!

Elke

Mainova Frankfurt Marathon am 29.10.2017

Foto: marathon-photos.com

Fotos: privat und marathon-photos.com

Wer der Meinung ist, dass wir, also Vicky, Sigi, Artur und ich, uns nur für die Marathon-Staffel in Frankfurt gemeldet haben, weil wir den Hawaii-Sieger-der-Herzen-2017, Jan Frodeno, unbedingt einmal wieder hautnah erleben wollten, der liegt völlig falsch. Artur hat sich für unseren Frodo nämlich null interessiert und den Marathonmessesamstag glatt geschwänzt. Und auch uns Mädels ging es selbstverständlich um die sportliche Herausforderung, noch dazu befeuert durch die mentale Zermürbungstaktik des zweiten Weiherhöfer Teams mit Jörg, Gerhard, Bernd und Heinz. 
Theoretisch und organisatorisch waren wir alle bestens vorbereitet, jetzt mussten wir nur noch laufen. . . . . und natürlich erst mal pünktlich am Samstag um 14 Uhr am Asics-Stand auf der Marathonmesse stehen, um die schwierigste Disziplin dieses Wochenendes zu bewältigen: Wie ergattere ich ein Foto und Autogramm von Jan Frodeno innerhalb des Zeitlimits, ohne die Konkurrenz mit unlauteren Mitteln auf Abstand zu halten?! Kurzum, wir waren erfolgreich. 
Die Startunterlagen für beide Staffeln abzuholen war dagegen ein entspannter Spaziergang. Gott sei Dank hatten wir Candy, unseren Weiherhöfer Einzelstarter, dabei, der kurzerhand alle acht Starterbeutel und Vickys Nudeleinkäufe ins Hotel transportierte, damit wir beim weiteren Marathonmall-Bummel nicht beeinträchtigt wurden. Danke nochmal! Das zweite Dankeschön geht an die „Staffel-der-Herzen“, deren Nudelpartygutscheine wir im Anschluss verfutterten, bis kein Kohlehydrat mehr Platz hatte. Nichtsdestotrotz hatte der ein oder andere beim späteren Abendessen immer noch Kapazitäten frei für Pizza oder Nachtisch. Wenn es den Begriff Carboloading nicht schon geben würde, spätestens jetzt müsste man ihn erfinden. 
Dermaßen gut vorbereitet, aber nur geringfügig motiviert machten wir uns am Sonntagmorgen auf den kurzen Weg zum Start. Das Wetter hatte sich aller Unkenrufe zum Trotz gebessert. Es war jetzt trocken, dafür blies uns ein kalter Wind die Haare ums Gesicht. Im Laufe der nächsten Dreiviertelstunde trafen alle Weiherhöfer Starter samt Fans auf dem Platz vor der Festhalle ein. Jetzt galt es den Chip zu befestigen, Startnummern und Staffel-Schilder anzubringen und den weiteren Ablauf zu besprechen. Nach Candy und Lauras Christoph, die als Einzelstarter bereits um 10 Uhr ihren Block verließen, machten sich Artur für unsere „Streberstaffel“ und Dirk, der den verletzten Jörg als Startläufer der Jungs ersetzte, als Erste um 10.35 Uhr auf die Strecke. Meine Mitstreiter sollte ich nun so schnell nicht mehr sehen. Da Heinz und ich beide für die letzte Etappe gemeldet hatten, zogen wir zunächst gemeinsam mit Uli, Laura und Emil los, um Christoph, Candy, Artur und Dirk an verschiedenen Punkten der Strecke abzupassen und anzufeuern. Nach Kilometer 14 wurde es für Heinz und mich allmählich Zeit, eine U-Bahn-Haltestelle zu suchen, um langsam aber sicher zur Wechselzone 3 zu gelangen. Auf dem Weg dorthin vergewisserten wir uns, dass der erste Wechsel von Artur auf Vicky sowie Dirk auf Gerhard auch tatsächlich funktionierte. Danach klappte alles wie am Schnürchen. Wir erkämpften uns rechtzeitig einen Stehplatz in der S 1 nach Nied, so dass wir letzten Endes relativ entspannt und pünktlich in der Wechselbox standen. Eine gute Viertelstunde später riss ich Sigi das Klettband mit dem Chip vom Sprunggelenk und war kurz darauf auf der Strecke. Schnell stellte sich heraus, dass ich etwas zu warm angezogen war. Ich zog tatsächlich in Erwägung, mich während des Laufens umzuziehen. Wer weiß, vielleicht hätte ich es wirklich getan, wären da nicht die vielen Marathonis um mich herum gewesen, die ich beim Aus- und Anziehen wahrscheinlich behindert hätte. Entgegen meiner Annahme, dass sich das Feld bei Kilometer 29 sicher schon auseinandergezogen hätte, waren nämlich auch auf diesem Streckenabschnitt alle relativ dicht gedrängt beisammen. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal so konzentriert gelaufen bin, immer auf der Suche nach Lücken zum Durchschlüpfen. Abbremsen und Beschleunigen wechselten sich ab, es ging über das Bankett, von rechts nach links und umgekehrt, auf die andere Seite der Hütchen, durchs Gestrüpp usw. Gut, dass Renate mich vom Streckenrand aus anschrie. Wenn ich meinen Namen nicht gehört hätte, ich hätte euch nicht bemerkt.  
Schnell fing ich an, die Kilometer herunterzuzählen, immer in der Hoffnung, mal ein Kilometerschild übersehen zu haben und tatsächlich schon weiter zu sein. Auch mit Gegenwind hatte ich kurzzeitig zu kämpfen. Allerdings brachte er auch eine willkommene Abkühlung im Gesicht. 
Kreuz und quer ging es zuletzt durch Frankfurts Innenstadt, Moderatoren heizten dem Publikum ein und erinnerten die Teilnehmer daran, die Ziellinie nicht ohne Startnummer zu überqueren. Irgendjemand beschoss uns mit Flitter, Motivationsschilder zur energetischen Wiederaufladung wurden in die Strecke gehalten, ja, die Stimmung war prima. Dann der letzte Kilometer, der Startbogen und der Messeturm waren in Sicht – die anderen Dreiviertel meiner Staffel nicht. Also würde es wohl nichts werden mit einem gemeinsamen Zieleinlauf. Endlich die letzte Linkskurve, dann das Holztor, der Einlass zur Festhalle. Roter Teppich, gedämpftes Licht, links und rechts jubelnde Zuschauer, den Zielbogen vor Augen . . . den Fotografen dafür nicht, den hätte ich beinahe umgerannt. Was muss der auch am Boden sitzen! 
Der Blick auf die Uhr verriet, dass wir Schlussläufer 500 Meter mehr als geplant gelaufen waren und dass die Zeit passte. Dafür VERpasste ich Heinz in dem Gewühl nach der Finishline. Auch draußen im Verpflegungsbereich konnte ich ihn nicht finden. Da war ich aber nicht die Einzige. Der Rest der Truppe war ebenfalls auf der Suche. Während unsere Mixed-Staffel bereits mit Medaillen behängt und zielverpflegt zum Gruppenbild mit Candy antrat, wurden im Geiste sämtliche Verbleibmöglichkeiten von Heinz durchgespielt, inklusive Sanitätszelt . . . wo er natürlich zum Glück nicht war. Letzten Endes stand er genau da, wo er stehen sollte und so waren eine halbe Stunde später endlich alle vereint und fertig zum Abschied. Während Sigi uns zusammen mit dem Rest der SV-Weiherhof-1-Staffel in Richtung Heimat verließ, machten sich Artur, Candy, Vicky und ich zum zweiten Mal an diesem Wochenende auf den Weg in die L`Osteria. Das regenerative Nach-Carboloading im Anschluss an den Wettkampf wird ja oft unterschätzt und vernachlässigt. Nicht so von uns. Mit einem abschließenden Spaziergang zurück zur Messe und mangels Shuttle-Bus auch zum Parkhaus am Rebstockbad setzten wir der Wettkampfnachbereitung die Krone auf. 
Unser vorbildliches Verhalten behielten Vicky, Candy und ich am nächsten Tag noch bei einem Shoppingbummel durch Frankfurts Innenstadt bei . . . und natürlich bei einem abschließenden Mittagessen. 

Nach einer überwiegend staufreien Fahrt (dickes Dankeschön an Vicky und ihren neuen Volvo) hatte uns Mittelfranken gegen 18 Uhr wieder und wir ein neues Bild von Frankfurt, einer – bei schönem Wetter – interessanten, sehenswerten Großstadt mit durchwegs sympathischen und freundlichen Menschen. 

Eure Elke, Läufer D von der „Streberstaffel“

Ergebnisse Einzelstart Marathon

Ergebnisse Marathonstaffel

34. Kärwalauf Fürth am 08.10.2017

Fotos: privat

Wer an die Fürther Kärwa denkt, sieht sich vor seinem geistigen Auge vermutlich gemütlich durch die Straßen und Gassen bummeln, mit dem ein oder anderen kulinarischen oder fahrgeschäftlichen Zwischenstopp und eventuell noch mit einem Lebkuchenherz um den Hals. Man kann das Ganze natürlich auch anders angehen. Sigi meldete sich kurzerhand für den Hauptlauf des 34. Kärwalaufes an. Dafür reaktivierte sie unser kampferprobtes Runterra-Outfit von 2014 und begab sich pünktlich um 10 Uhr an die Startlinie.

Die 7,5 km, verteilt auf zwei Runden, absolvierte sie im Eilverfahren und hatte trotzdem noch genügend Zeit und Luft zur Kontaktaufnahme mit ihren Mitstreitern. Ihren Finisher-Lebkuchen ließ sich Sigi gleich im Anschluss schmecken, als wir die deutlich langsameren Teilnehmer des Erntedankfestzuges beklatschten. Ein standesgemäßer Abschluss für einen Fürther Kärwalauf.

Herzlichen Glükwunsch!

Elke

22. SportScheck Stadtlauf Nürnberg am 03.10.2017

Fotos: SportScheck

Stark vertreten war der SV Weiherhof ja in den letzten Jahren nicht beim traditionellen Feiertags-Stadtlauf von SportScheck in Nürnberg.

Aber trotzdem tauchen mit hartnäckiger Regelmäßigkeit immer wieder vereinzelte Weiherhöfer in den Ergebnislisten auf. So auch heuer. Der infektgeplagte Artur begnügte sich mit dem 10,5-km-Lauf, genauso wie unser "Bär" Roland.

Respekt für euren Einsatz bei diesen nicht ganz feiertäglichen Witterungsbedingungen.

Herzlichen Glückwunsch!

Elke

12. Erntedanklauf Roßtal am 01.10.2017

Fotos: privat

Von allen regionalen familiären Läufen, die ich kenne, ist der Erntedanklauf in Roßtal einer von denen mit der leckersten Zielverpflegung (für Teilnehmer sowie Zuschauer wohlgemerkt). Vielleicht ist das ja auch mit ein Grund, warum unsere Läufer und Walker so gern daran teilnehmen. Wie dem auch sei, sechs Weiherhöfer stellten sich der sonntäglichen Herausforderung und freuten sich über trockenes Wetter. Der 8,5-km-Lauf durch die Roßtaler Fluren führt stets unter anderem durch den Wald und die Pampa, was nicht nur Trittsicherheit erfordert sondern auch eine gute Streckenauszeichnung. Dieses Jahr lag die Tücke im Detail. Ein größeres Läuferfeld flotten Tempos hatte sich an die Spitzengruppe gehängt, die wiederum - aus welchen Gründen auch immer - die Strecke geringfügig, um nicht zu sagen um 2 km veränderte, sprich verkürzte. Somit erschien Sigi bereits nach gut 34 Minuten auf der Zielgeraden und bemerkte leicht verwirrt, dass 6,4 km auf der Uhr eigentlich nicht den ausgeschriebenen 8,5 km entsprachen. Mit diesem Problem war sie jedoch nicht allein. Dem Herdentrieb folgend hatte keiner im Mittelfeld gewagt, einen anderen Weg einzuschlagen und so überquerten auch Gerhard und Steffen nach deutlich unter 40 Minuten die Ziellinie. Einzig Margrit konnte zuletzt die volle Distanz verbuchen. Sie war korrekt gelaufen, nachdem die Ausschilderungspanne zwischenzeitlich behoben worden war.

Christiane und Roland blieben derlei Verwirrungen erspart. Sie absolvierten ordnungsgemäß die 8,5 km Nordic Walking und belegten beide in ihrer jeweiligen Altersklasse den ersten Platz.

Sigi gewann nicht nur ihre AK sondern erkämpfte sich bei den Frauen sogar den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Mit Margrit und Gerhard gewannen noch einmal zwei Läufer vom SV Weiherhof ihre jeweilige Altersklasse.

Steffen war ebenfalls erfolgreich und belegte einen sehr guten siebten Platz in der starken AK M45.

Herzlichen Glückwunsch an euch alle! Die Zielverpflegung habt ihr euch verdient.

Elke

Ergebnisse 8,5 km (6,4 km) Laufen

Ergebnisse 8,5 km Nordic Walking

44. BMW Berlin Marathon am 24.09.2017

Fotos: privat

10 Jahre Berlin Marathon und immer noch eine Reise wert.

Ein kleiner Streifzug 

Die Liebe zu Berlin hat lange vor meinem ersten Berlin Marathon begonnen. Bedingt durch Renates Tante, die in Berlin wohnte, haben unsere ersten gemeinsamen Besuche schon in den frühen 80er Jahren stattgefunden. Da hat es eigentlich mit den regelmäßigen Berlinreisen begonnen und ans Laufen habe ich damals überhaupt noch nicht gedacht. 

So viel als kleine Einführung, weshalb Berlin für uns einen besonderen Stellenwert besitzt. Nun zum sportlichen Teil. Erster Marathon überhaupt im Mai 1998 in Regensburg. Da es gleich auf Anhieb gut geklappt hat, folgte in 1998 noch Frankfurt, im Frühjahr 1999 Hamburg. Und dann kam, was kommen musste. Am 26. September 1999 der 26. Alberto Marathon in Berlin (Sieger Josephat Kiprono in 2:06:44 und Tegla Loroupe in 2:20:43 mit WR , beide aus Kenia). Mit meinen 3:42:40 konnte  ich nicht ganz in der Spitze mithalten, zufrieden war ich aber trotzdem. Durch das Brandenburger Tor ging es damals auch, aber schon nach ca. 3km, Start war nämlich am Ernst-Reuter-Platz, Zieleinlauf in der Tauentzienstraße (gleich im Anschluss an den Kurfürstendamm). Teilnehmer 23000. 

Das war nun der Beginn einer längeren "Berlinkarriere". Dass dann noch 9 Marathons in dieser Stadt folgen sollten, war damals für mich überhaupt kein Thema. Vermutlich hat es sich dadurch ergeben, dass ich immer wieder Werbung für diesen Lauf  innerhalb des Lauftreffs betrieben habe. Und immer wieder haben sich welche gefunden, die dieses Event miterleben wollten. Manch einer oder eine wurde dann ebenfalls Wiederholungstäter, z. B. Sandra, Dirk, Vicky, Candy usw. 

Es folgten dann noch die Marathons in den Jahren 2002, 2004, 2006, 2008, 2011, 2013, 2015, 2016 und zu guter Letzt 2017. Auf jeden Lauf einzugehen, würde jetzt den Rahmen sprengen. Auf einen möchte ich trotzdem noch hinweisen, da sind wir Marathonläufer besonders stolz: 31. Real Berlin Marathon am 26.September 2004, Bestzeit in 3:38:05. Meine Zugläufer waren damals Felix Limo aus Kenia in ( 2:06:44 ) und Yoko Shibui aus Japan ( 2:19:41 ).  

Der "Zehnte" war nun dieses Jahr. Was diesen für mich so erstrebenswert gemacht hatte, hat folgenden Hintergrund: Seit 3 Jahren kann man sich nicht mehr so leicht für den Berlin Marathon anmelden, wie früher. Mittlerweile kommt man in einen "Lostopf" und man braucht schon etwas Losglück, um aus der Lostrommel gezogen zu werden. Manch einer aus unserem Lauftreff hat damit schon schlechte Erfahrungen gesammelt. Und jetzt komm ich noch einmal zu mir. Wenn man 10 Berlin Marathons gefinished hat, erhält man auf Lebenszeit Startrecht mit reservierter und immer gleicher Startnummer. Und obendrein wird man Mitglied im Jubileeclub Berlin und ein kostenloses T-shirt gibt`s obendrein.  

Das war`s mir allemal wert. 

2018 wird jetzt einmal Pause gemacht....natürlich nicht mit Marathon sondern mit Berlin Marathon. Ich habe gehört, in Köln soll man auch gut laufen können. Im Oktober 2018, wie wär`s :-) 

Euer Berlin-Fan 
Gerhard 

Übrigens, die "Wiederholungstäter" Candy und Vicky waren auch wieder dabei und haben sich auf der schnellen Berliner Strecke super geschlagen.

Herzlichen Glückwunsch an euch alle drei!

7. Nifco KTW Seenland(halb)marathon am 17.09.2017

Foto: privat

Bei strahlend blauem Himmel machten sich immerhin sechs Weiherhöfer Läufer auf den Weg nach Pleinfeld, um das wunderschöne Wetter auf 21 Kilometern rund um den Brombachsee zu genießen. Steffen tarnte sich in den Ergebnislisten als Peter, dessen Startplatz er übernommen hatte. Anja tarnte sich noch besser, sie machte sich gar unsichtbar. So schaffte sie das Wunder, zwar auf dem Zielfoto, nicht aber in der Wertung aufzutauchen. Gott sei Dank wich Gerhard vom Start bis zum Ziel nicht von ihrer Seite, sodass wir ihr nun doch noch eine Zeit zuordnen können. Sigi bewies ihre gute Form in 2017 und überquerte als erste Weiherhöfer Starterin die Finishline, dicht gefolgt von Holger. Nach einer knappen Viertelstunde hatten es alle unsere Teilnehmer ins Ziel geschafft und konnten den Wettkampftag entspannt ausklingen lassen.

Herzlichen Glückwunsch!

Elke

18. Fränkische Schweiz Marathon am 03.09.2017

Fotos: privat

Die "Fränkische" - unser oberfränkisches Wander- und Kletteraushängeschild veranstaltet ein Mal im Jahr eine sportliche Herausforderung für Läufer, Handbiker und Inlineskater. Vom Bambiniläufer bis zum Marathoni, hier bekommt jeder seine Chance, die idyllische Gegend rund um Ebermannstadt einmal anders zu erleben. Sigi, Artur und dessen Kumpel Tom entschieden sich für eine vernünftige Aufteilung der Gesamt-Marathondistanz und meldeten in der Staffel-Kategorie Mixed-Team. Für den Transport zu den Wechselpunkten wurde Arturs Freundin Anke verpflichtet. Eine Aufgabe, die einfacher klang, als sie tatsächlich war. Zugunsten der Sportler hatten die Organisatoren ganze Arbeit geleistet und sämtliche größeren und kleineren Straßen der Umgebung gesperrt - zumindest all jene, welche Ankes Shuttle-Service nutzen wollte. Das Navi war wohl auch keine allzu große Hilfe und so kam es, dass die Wechsel leicht suboptimal verliefen und am Ende genau diese wertvollen Sekunden oder Minuten zum Sprung aufs Treppchen fehlten.

Platz vier ist trotzdem ein toller Erfolg und ein Staffellauf immer wieder ein schönes Gemeinschaftserlebnis.

Herzlichen Glückwunsch an euch drei!

Elke

Gourmetlauf Fürth am 22.07.2017

Foto: privat

Drei Gutscheine für Starter, die durchgängig 10x beim Metropolmarathon an den Start gegangen sind, gab es vom Veranstalter, dem Laufteam 2010 bzw. von Bernd van Trill.
Margrit war leider gesundheitlich angeschlagen, freute sich aber, den Startplatz an mich weitergeben zu können. Der Chef nahm`s als zweite Tagestrainingseinheit. Nur der dritte Gutschein wurde - für mich eher unverständlich - nicht eingelöst. Bestimmt hätte sich ein Interessent gefunden. 
Gut, zwar bin ich noch immer wettkampfinteressiert, aber weniger ambitioniert. Da kommt doch so ein entspannter Genusslauf wie gerufen. Zugegeben, etwas schwül war es schon, aber Verköstigung und Organisation waren 1 a, die Strecke - quer durch den Stadtwald - mit etlichen Steigungen gespickt. Thomas Jung, der Fürther Oberbürgermeister, zählte für unsere 1. Gruppe den Countdown von 10 auf 0 runter und blieb bis zur 5. von 7 Stationen im Rennen.
Das weitläufige Gelände der Adalbert-Stifter-Grundschule mit Umkleide- und Duschmöglichkeit ist ideal für diese ungewöhnliche Veranstaltung, deren Reiz auch durch einen kurzen, heftigen Regenschauer bei der Grüner-Station nicht gelitten hat.

Mit satten Grüßen
Chef und Heike

DATEV Challenge Roth/Staffelstart am 09.07.2017

Fotos: privat und marathonphotos.com

„Ich kann halt nur laufen. Sonst kann ich nichts.“

Mit dieser Einstellung bringt man es im Triathlon nicht allzu weit. Wenn man nun aber unbedingt einmal bei der Challenge in Roth dabei sein will, sollte man sich mit den geeigneten Lauffreunden unterhalten und ehe man sich versieht, gibt es einen Plan. Vicky, die schon seit geraumer Zeit die Triathlonwelt für sich entdeckt hat und auf dem Rennrad auch eine wesentlich bessere Figur abgibt als ich (die ich noch nicht mal ein Rennrad habe), war sofort bereit, für eine Staffel die 180 km im Sattel zu übernehmen. Jetzt brauchten wir nur noch einen Schwimmer. Candy erfüllte die Jobanforderungen am besten. Er hatte ein Jahr zuvor einen Challenge-Einzelstart erfolgreich gemeistert, erfreute sich bester, robuster Gesundheit und musste überhaupt nicht geködert werden. Das „SV Weiherhof Dreamteam“ war also komplett. Lediglich eine essentielle Kleinigkeit fehlte noch: ein Startplatz. Aber wenn sich Vicky etwas in den Kopf gesetzt hat, dann klappt das auch. Und somit hieß es am 25.07.2016: „Welcome to the Challenge family“!!

Knapp 12 Monate, etliche Trainingseinheiten, Verletzungspausen, Arztbesuche, Vorbereitungstreffen und ein neues Rennrad später wurde es dann ernst. Der akribisch ausgetüftelte und logistisch durchdachte Plan war so: Alle treffen sich bereits am Freitagnachmittag in Roth und schnuppern erste Triathlonluft. Abends fahren Vicky und ich dann nach Hause und kommen Samstag wieder zur Marathonmesse und Wettkampfvorbesprechung. Wir schlafen wieder zu Hause, stehen quasi nachts auf, fahren in den obligatorischen Stau vor Heuberg und hetzen dann zum Start. Die Jungs bleiben von Freitag bis Sonntag im Zelt und amüsieren sich. Ein Plan für die Tonne.

Die Realität sah dann so aus: Dank Vickys streikendem Auto stand ihr das ganze Wochenende ein VW-Bus zur Verfügung, in dem sich alles, was man für drei Tage Challenge so braucht, problemlos verstauen ließ. Außerdem bot er ihr eine regensichere Übernachtungsgelegenheit. Ich hatte zwar weder Bus noch Zelt, aber das ließ sich spontan regeln. Und so kam es, dass ab Samstag 100% der Dreamteam-Staffel inklusive Betreuer Jürgen mehrere Quadratmeter Wiese in der Nähe des Schwimmstarts in Beschlag hatten und sich um Stau und Parkplatzsuche am Sonntag keine Gedanken mehr machen mussten. Die gewonnene Zeit investierten wir sinnvoll in überlebenswichtige Dinge wie Messeshopping (jetzt habe ich sogar ein Radtrikot, das ich selten brauche - aber es sah einfach toll aus :-), Fotosafari und Autogrammjagd (Frodeno, Ryf, Bracht), Fahrradbrillentest im Windkanal, Gewinnspiel, Nudelparty, Wettkampfbesprechung, Baden im Rothsee und Gespräche unter Mitstreitern (selten so viele echte Triathlonexperten auf einem Haufen erlebt). Nach so einer intensiven und kraftraubenden, erschöpfenden letzten Vorbereitung hat der Triathlon am Sonntag den Namen „Challenge“ verdient.

Nach einer geringfügig erholsamen Nacht im klammen Zelt erwachte der Campingplatz spätestens ab 5 Uhr zum Leben. Wer da noch nicht bereit war, seine Nase ins Freie zu stecken, der wurde kurze Zeit darauf durch kanalseitige Musikbeschallung von der Luftmatratze geholt. Ein Sonnenaufgang wie aus dem Bilderbuch schaffte die passende Kulisse für Gesichtsduschen aus der Mineralwasserflasche, Schminkaktivitäten im Auto, Zähneputzen auf der Wiese und andere wichtige Wettkampfvorbereitungen. Die Anspannung wuchs minütlich und vor uns lag noch ein sehr langer Tag.

Den ersten Schwimmstart erahnten wir aus dritter Reihe auf der Kanalbrücke. 6 Uhr 30, das hieß, bis zu Candys Start vergingen noch 2,5 Stunden. Zeit, die wir nutzten, um unser Wettkampfoutfit zu vervollständigen und alles zusammenzupacken, was wir in den nächsten 17 Stunden brauchen würden. Die Nähe vom Campingplatz zum Schwimmstart machte sich bezahlt. Entspannt und überpünktlich schickten wir Candy ins Wasser. Ab jetzt hieß es vor allem für mich: WARTEN!! Vicky tigerte bereits bis in die Haarspitzen motiviert zwischen Rennmaschine, Dixi-Klo und Absperrzaun hin und her, während sich mit Sigi und Michaela zwei ausdauernde Fans, bewaffnet mit einem Transparent, bei uns einfanden. Danke für die Unterstützung den ganzen Tag über!! Fehlte nur noch Candy. Den konnten wir eigentlich nicht übersehen. Dank seiner minimalistischen Ausrüstung, bestehend aus Badehose, -kappe und Transponder, sahen wir ihn nach knapp 1,5 Stunden zwischen neoprenverpackten Konkurrenzschwimmern durch die Wechselzone hetzen. Der Start war also geglückt und für Vicky wurde es richtig ernst. Nur 2 Minuten später begab sie sich freudestrahlend auf die Strecke . . . und wir uns zurück zu den Autos. Nun hieß es für mich essen – vorgekochte Nudeln mit Öl zum Ersten – Tagesgepäck ein letztes Mal kontrollieren, Outfit nochmals überprüfen und dann mit den Jungs nach Hilpoltstein radeln, Ziel: Solarer Berg. Die Sonne gab sich mittlerweile mächtig Mühe und Regen war nicht in Sicht. In Hilpoltstein trafen wir auch Sigi und Micha wieder, sodass Vicky von fünf begeisterten Fans nach Solar geschickt wurde. Sehr zu unserer Freude sahen wir sie ein zweites Mal auf unserem Rückweg durch die Stadt. In dem sicheren Bewusstsein noch jede Menge Zeit zu haben radelten wir gemächlich nach Roth, wo ich vor dem Eingang zum Triathlonpark die zweite einfallsreiche Mahlzeit einnahm: Richtig, vorgekochte Nudeln mit Öl zum Zweiten. Danach konnte ich keine Nudeln mehr sehen und beschloss, genug Kohlehydrate gebunkert zu haben. Ab jetzt nur noch Wasser . . . oder vielleicht ein Spezi. Dank GPS und der Möglichkeit des Trackings, erwarteten wir Vicky zwischen 16.15 und 16.30 Uhr in der Wechselzone 2. Während Jürgen ihr ein Stück entgegenfuhr, verabschiedete ich mich für die nächsten Stunden und verschwand in meinen Wartebereich. Dort stand ich dann mit vielen anderen Athleten, die genauso nervös wie ich der Ankunft ihres Radfahrers entgegenfieberten. Als Erstes traf Arne ein, der für eine TKN-Staffel in die Pedale getreten hatte.  So nahtlos im Anschluss an 180 km auf dem Rad war er für eine Unterhaltung aber noch nicht wirklich aufgeschlossen . . . verständlich, auch für mich. Jetzt musste Vicky eigentlich jeden Moment auftauchen und tatsächlich, um 16.20 Uhr sprang sie aus dem Sattel und mit einer tollen Zeit von 5 Stunden 50 Minuten dem wohlverdienten Feierabend entgegen. Damit begann mein Part, nachmittags, um kurz vor halb fünf, unter der unbarmherzigen Sonne von Roth. Ich hätte die Jobbeschreibung besser lesen sollen. Eine gute Minute später verließ ich die Wechselzone 2, um nach wenigen Metern Norbert und Kerstin vor die Kameralinse zu laufen. Die ersten Fans schon kurz nach dem Start, das war absolut motivierend. Die neue Laufstrecke hatte ich quasi auswendig gelernt. Von einem Sch…berg war da die Rede gewesen. Konnte das sein? Rund um Roth ein Anstieg?? Man würde sehen. Jetzt ging es erst einmal hinunter zur Lände. Schon von Weitem entdeckte ich den Weiherhöfer Fanclub, der nicht zu überhören war. Mit so viel Unterstützung hatte ich gar nicht gerechnet. Wieder ein guter Grund, ein bisschen schneller zu laufen. Die Kilometer bis zum Wendepunkt am Kanal vergingen so wie im Flug.

Auf dem Rückweg, kurz vor dem Stimmungsnest des SV, schnappte ich mir eine Ratsche, um ein wenig gute Laune von der Strecke zurückzugeben. Man bekommt zwar im Vorbeirennen nicht jeden Einzelnen mit, der da am Rand steht, aber der Blick in so viele bekannte Gesichter hat mich begeistert und vorangetrieben. Danke für die Motivation!! Ich lief also zurück nach Roth, einen ersten Berg hinauf, dann geradewegs Richtung Marktplatz, vorbei an jubelnden Zuschauern und gut gelaunten Moderatoren, und machte mich über die Mokka-Meile auf den Weg hinaus aus Roth (wo ich zu meiner Freude Holger traf) und hinauf nach Büchenbach. Meine Euphorie war noch nicht verflogen und obwohl ich an jedem der in kurzen Abständen auftauchenden Verpflegungsstände zu Schwamm und Wasserbecher griff, um der Hitze zu trotzen, erschien mir diese erste Runde wie ein einziger Spaß. Ich wunderte mich lediglich, dass ich Richtung Büchenbach ein bisschen langsamer wurde. Dort angekommen jagte mich ein absolut  triathlonbegeistertes Publikum um den Wendepunkt, den Büchenbacher Weiher, und schickte mich mit viel Schwung auf die letzten Kilometer der 1. Runde. Und jetzt fiel es mir auch auf, da kamen jede Menge Athleten einen zähen Anstieg herauf, den ich vorher nicht wirklich wahrgenommen hatte und nun am liebsten verdrängt hätte. Das waren ja prickelnde Aussichten für die Kilometer 33 bis 37. Doch noch war alles gut. Zumindest fühlte es sich so an. Deswegen staunte ich auch ein wenig, als in  Roth in der Gartenstraße plötzlich ein besorgter Jürgen neben mir her lief und mich fragte, ob ich nicht zu schnell wäre. Ich versicherte ihm, ein paar Meter weiter etwas Tempo herauszunehmen. Was ich nicht wusste, das GPS-Tracking lieferte zum Teil kuriose Splits, denen zufolge ich momentan mit einem Schnitt von 3:21 Minuten unterwegs war. Das hätte mir an Jürgens Stelle auch ein paar Sorgenfalten ins Gesicht getrieben, aber so . . . orientierte ich mich weiterhin an der Pulsanzeige auf meiner Uhr und lief nach Gefühl. Auf dem Weg zur Lände traf ich auf Gerhard und Renate und war bester Dinge. Der Himmel verdunkelte sich nun zusehends und es war nicht mehr heiß, sondern schwül. Wenig später gab es tatsächlich die ersten willkommenen Regentropfen des Tages. Noch einmal entdeckte ich Michaela, die sich fürsorglich nach meiner Wade erkundigte. Als treuester Fan des Tages erwies sich Sigi, die ein Stückchen weiter, bei Kilometer 25, zusammen mit Horst und Jutta für Stimmung sorgte und Beweisfotos schoss. Eine letzte Wende am Kanal, dann begann der lange Heimweg. In den Beinen machten sich erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar und vor mir lagen noch zwei Anstiege. Nach dem ersten machte ich einen auf vernünftig und beschloss für mich, etwas Tempo herauszunehmen. Theoretisch eine gute Idee, praktisch aber nicht umsetzbar. Kaum gedacht, bemerkte ich auf Kilometer 30 den Rest meiner Staffel und auch Gerhard und Renate, die mich begeistert empfingen. Dazu lief ACDC und schon war alle Müdigkeit verdrängt. . . Vernünftig war ich sowieso noch nie so richtig. Das war eine Punktlandung in Sachen Motivation. Dickes Dankeschön! Nichtsdestotrotz holte mich die Straße nach Büchenbach auf den Boden der Tatsachen zurück. Dieses Mal hielt sich der Spaß in Grenzen und die fiese, konstante Steigung bemerkte ich bereits auf den ersten Metern. Da ist man dann doch ganz froh, nicht schon 3,8 km geschwommen und 180 km geradelt zu sein. Ich ziehe meinen Hut vor Georg, dem als Einzelstarter wieder mal eine tolle Zeit, weit unter 11 Stunden gelungen ist, trotz anspruchsvoller neuer Laufstrecke. Endlich war der Weiher in Sicht und angefeuert von zwei weiteren Freunden an der Strecke freute ich mich auf den Rückweg „bergab“. Doch auch der lief sich nicht von selber und so überquerte ich  deutlich weniger motiviert ein letztes Mal den Rother Marktplatz.

Weit war es ja nun nicht mehr, das Stadion in greifbarer Nähe. Ein Mal noch durch die Gartenstraße, dann endlich rechts abbiegen und langsam die Augen nach Vicky und Candy offen halten. Zum Glück entdeckten die beiden mich, bevor ich sie in meinem Tunnel verpassen konnte und wir machten uns zu dritt auf den Weg zur Ziellinie. Was hatte ich mich auf diesen Moment gefreut. Oft genug stellt man sich in Gedanken vor, wie es ist, die letzten Meter durch den Triathlonpark zu laufen. Und jetzt war ich zu leer im Kopf, um überhaupt noch etwas mitzubekommen. Ganz toll, Elke! Ich sah weder Gerhard, noch Renate oder Sigi. Ich kann mich an keine Musik oder Lautsprecherdurchsage erinnern und im Nachhinein betrachtet bin ich mir relativ sicher, dass ich ziemlich grenzdebil grinsend ins Ziel gestolpert bin. Mehr als zwei Sätze habe ich dann auch nicht mehr zustande gebracht. Nummer 1: „War ich gut?“ und Nummer 2: „Aber die Schminke ist verlaufen.“ Ich bewundere jeden, der am Ende eines solchen Tages im Ziel noch wenigstens zwei durchschnittlich intelligente Sätze hervorbringt. Mir gelingt das definitiv nicht. Man schob mich in den Verpflegungsbereich, wo ich auf der langen Suche nach einem Getränk zunächst die Finishershirts und dann die Urkunde in die Hand gedrückt bekam. Jetzt sah ich auch zum ersten Mal unsere Ergebnisse. Gestartet ohne große sportliche Ziele, einfach nur mit dem Wunsch, ein Mal dabei zu sein, hatten wir mit einer Gesamtzeit unter 11 Stunden allen Grund, stolz zu sein. Nach dem Duschen (keine Ahnung, wie ich aus den Klamotten gekommen bin, für mich die schwierigste Disziplin des Tages) packte ich ein Lunchpaket für Vicky ein und machte mich auf den Weg zu meinen Leuten. Auch Sigi und Arne feierten noch mit uns.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle, die sich auf den Weg nach Roth gemacht und in der Hitze ausgeharrt haben, um diesen Tag für uns unvergessen zu machen.

Wenn schon Challenge, dann bis zum Schluss! Nach diesem Motto ließen wir den Tag im Triathlonpark ausklingen und machten uns nach dem Feuerwerk mit dem Rad auf den Rückweg zum Campingplatz.

Vicky und Candy hängten noch eine Nacht dran, um sich am nächsten Tag für die Challenge 2018 vormerken zu lassen.

Jürgen und ich brachen im wahrsten Sinne des Wortes unsere Zelte ab und verabschiedeten uns nach Hause. Jürgen setzte ich in Seckendorf ab, fiel dann gegen 4 Uhr in mein Bett und holte mir wohlverdiente 1,5 Stunden Schlaf.

Es war das Ende eines wirklich langen und anstrengenden Tages – aber auch  eines Erlebnisses, das mir, uns, niemand mehr nehmen kann.

Elke

11. Metropolmarathon Fürth am 25.06.2017

Fotos: privat

Margrit hatte ich meine Begleitung für den 10km-Lauf zugesagt, nachdem Ingrid nicht - wie ursprünglich geplant - teilnehmen konnte. Und das war gut so, denn sonst hätte ich meinen Hintern vermutlich wieder nicht hochbekommen. Margrit, nicht du hast zu danken, sondern ich!
Am vorhergehenden Wochenende war es extrem heiß gewesen. Dann folgte am Freitag der Witterungsumschwung. Nässe, die Temperaturen fielen von 32 auf 18 Grad. Am Laufsonntag waren es so um die 20 Grad, eigentlich angenehm, wenn da nicht die hohe, schweißtreibende Luftfeuchtigkeit gewesen wäre. 
Am meisten am Metropolmarathon erstaunt mich immer wieder, wie viele freiwillige, nette Helfer für diese Veranstaltung mobilisiert werden. Die Verpflegung ist vorbildlich, die Stimmung, auch dank zahlreicher Stimmungsnester bzw. Musikgruppen, bestens.
Allein deshalb sollten sich die regionalen Läufer für einen der angebotenen Wettkämpfe entscheiden. 
Doch auch 10 km wollen gelaufen sein, das stellten ab km 7 - auf Höhe Käppnersteg - etliche, auch junge Teilnehmer, fest. Gut trainiert - trotzdem vor dem Start immer sehr aufgeregt - biss sich Margrit durch. Ihr Rhythmus wurd nur zweimal kurz unterbrochen:
Vor dem Südstadtpark blies ihr eine Windboe die Kappe vom Kopf und später öffnete sich ein Schnürsenkel. Sollte da womöglich der Doppelknoten gefehlt haben? 
Margrit ist mit ihrer Disziplin und ihrem Kampfgeist ein echtes Vorbild.
Nicht nur Ralph ist mit Recht stolz auf seine Hamburger Deern, sondern der gesamte Lauftreff. S U P E R ! 

Heike

Natürlich waren an diesem Tag auch noch einige andere Weiherhöfer am Start. So bewäligte Candy die komplette Marathon-Distanz, während Artur, Sigi, Melina, Kim, Joachim, Peter und Steffen sich mit dem HM begnügten. Außer Heike und Margrit starteten auch Hanne und Elke über 10 km und beim Nordic Walking über 9 km hatten wir Norbert, Kerstin, Christiane und Renate am Start.

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer!

Ergebnis Marathon

Ergebnisse HM

Ergebnisse 10 km

Ergebnisse Nordic Walking

14. FunRun Nürnberg am 22. 06.2017

Vor dem Lauf . . .

. . . nach dem Lauf!

Fotos: privat

Der FunRun 2017 in Nürnberg bestach vor allem durch eines: Sonne satt und Affenhitze. Kein Wunder, dass wir bei diesen Temperaturen die ein oder andere Weiherhöfer Teilnehmerabsage zu verzeichnen hatten. Es war aber auch eine grenzwertige Angelegenheit.

Alle, die sich von 37°C nicht abschrecken ließen, schlugen sich tapfer bis ins Ziel und bewältigten die ca. 9,7 km in unter einer Stunde bzw. ganz knapp darüber. Birgit testete auf der 5-km-Distanz nach einer Verletzungspause ihre Wettkampftauglichkeit und packte die Strecke locker unter einer halben Stunde.

Wir hatten sicher schon deutlich mehr Spaß beim Laufen, beim wie immer wunderschönen Sommerfest im Wäldchen hatten die tropischen Temperaturen aber eindeutig ihre Vorzüge.

Herzlichen Glückwunsch an alle!

Elke

Ergebnisse FunRun

Ergebnis 5 km

45. GutsMuths-Rennsteiglauf am 20.05.2017

Fotos: privat

Umstrittenes Shirt läuft Vereinsrekord über 73,5 km in 7:37:28 Stunden.


Autor: Erima Rot, das war eine überzeugende Leistung gleich beim ersten offiziellen Einsatz für den SV Weiherhof. Wie fühlst du dich jetzt? 
Erima Rot: Unbeschreiblich gut. Gleich den ersten Run so zu finishen, das macht man nicht alle Tage. Und das bei der kurzen Vorbereitungszeit, welche uns geblieben war. Ich habe ja erst am Donnerstag erfahren, dass ich am Samstag mit Candy in Eisenach starten werde. Das war natürlich schon ein Brett. Klar, ich bin Profi, aber gleich Ultra auf einer mir völlig unbekannten Strecke in einem neuen Team? Ich war schon etwas geschockt.
Autor: Erima, du sprichst Candy an. Wie war es, in sein Team zu kommen? Deine Verpflichtung war ja im Lauftreff nicht unumstritten. 
Erima Rot: Also, ich war schon gespannt, was für ein Typ das sein wird. Ich konnte ja gar nicht einschätzen, ob er grundsätzlich pro oder kontra zu mir eingestellt war. Bislang hatte ich ja alles mit Gerhard ausgehandelt, als es um meine Verpflichtung ging. Natürlich hatte ich mitbekommen, wie denkbar knapp die Entscheidung auf mich gefallen ist. Und mal ehrlich, in Empfang genommen zu werden, um dann gleich in den Kofferraum geschmissen zu werden, dass schafft kein Vertrauen. Ich war mir ziemlich sicher - Candy wird mir keine echte Chance geben. Aber ich habe mich getäuscht. 
Autor: Candy wie war es für dich als Teamleader, ein neues, wegen seiner Farbe sehr umstrittenes Oberteil zugeteilt zu bekommen? 
Candy: Also, mir war natürlich sofort klar, was für eine Aufgabe mir hier bevorstand. Und ich wusste, dass ich uns am Donnerstag erst mal aus der Schusslinie bringen musste und habe Erima daher nicht zu viel Aufmerksamkeit zukommen lassen. Ich dachte, lieber erst mal gar kein Gespräch als ein schlechtes, welches sofort einen Keil zwischen uns treiben würde. Und unter uns, ich war schon immer ein Fan von Erima Rot und war froh, mit meinem Favoriten an den Start gehen zu dürfen. 
Autor: Erima, wann hast du gemerkt, dass du im Team Candy eine reelle Chance bekommen könntest? 
Erima Rot: Noch gleich am Donnerstagabend. Candy hat mich sofort zur Mannschaft dazugelegt. Socken, Unterhose, zwei Laufhosen, Jacken, Weste und Schuhe. Alles war bereits bestimmt, nur ein Oberteil fehlte. Dieser Platz war voll und ganz für mich reserviert. Das war Zuspruch. Erstes Rennen und dann nicht nur die Nummer Eins, sondern das Shirt zu sein. Ohne Wenn und Aber. Das brachte natürlich sofort Selbstvertrauen. Und ich muss sagen, ich hatte mich gleich wohlgefühlt im neuen Team. Wir hatten ja noch den ganzen Freitag Zeit, uns kennenzulernen, während Candy noch arbeiten musste. Der Arme hat ja nicht wie wir einen Profivertrag, sondern muss seine Finanzen noch aufbessern. 
Autor: Wie hast du das Zusammentreffen des Teams mit dem neuen Shirt empfunden, Candy? 
Candy: Naja, der Donnerstag war ja gelaufen. Da hatte ich keine Zeit mehr, mich um meine Kleidung zu kümmern. Umso erleichterter war ich, als ich am Freitag alles packte und die Grundaufstellung anscheinend schon mal zueinander gefunden hatte. Aber zusammengewachsen sind wir dann erst in Eisenach in der Massenunterkunft. Die Nacht war nicht einfach, aber wir haben sie zusammen ordentlich überstanden. 
Autor: Erima, wie war es für dich als Profi in der Massenunterkunft? 
Erima Rot: Erschreckend, wie Amateure leben müssen. Ich kannte das ja gar nicht mehr. Ich wurde immer ordentlich gepackt und hatte feste Unterkünfte. Erst die Anfahrt mit dem Bus von Schmiedefeld nach Eisenach. Die mussten wir als Begleitungsteam im Gepäckraum überstehen. Und dann auch noch das mit der Unterkunft. Aber hier haben sich die Führungsqualitäten von Candy gezeigt. Er ist der Kopf der Unternehmung und hat auch so gehandelt. Er hat uns innerhalb einer Nacht zu einer schlagkräftigen Aufstellung geformt. 
Autor: Ein Beispiel, bitte.  
Erima Rot: Die ganze Nacht war ja nicht einfach. So viele Teams, und nicht jeder ist so ein ruhiger Schläfertyp wie Candy. Die einen schnarchen, die anderen rennen die ganze Nacht aufs Klo und wieder andere wälzen sich die ganze Nacht auf ihren quietschenden Matratzen. Das kann dich schon echt kirre machen. Aber Candy hat uns alle zusammengepackt in den kleinen Beutel vom Schlafsack und uns ganz nah an sich herangeholt und sich schützend auf uns gelegt. Das war schon ein Wahnsinnsgefühl, diese Nähe und Vertrautheit nach so wenigen Stunden. Respekt, wie er das gemacht hat. 
Autor: Wie war das aus deiner Sicht, Candy? 
Candy: Naja, die Grundbedingungen waren wie geschildert. Da ist nichts übertrieben. Aber mir war vor allem wichtig, dass wir in dieser Nacht herausfinden, ob die Chemie im Team stimmt. Ob man sich riechen kann quasi. Wir hatten ja noch einiges vor, sobald es hell wurde. 
Autor: Und? 
Candy: Nichts und. Das hat gepasst. Ich hatte mein Team gefunden. Obwohl, eine heikle Situation gab es da schon noch. 
Autor: Ja? 
Candy: Die endgültige Zusammensetzung. Schuhe und Socken waren klar. Unterhose und Hose auch. Das Wetter war unberechenbar. Gestern war hier die Welt wettertechnisch noch untergegangen. Die Prognosen waren dafür schon etwas besser für den Samstag. Aber wird das Shirt die Belastungen von Temperatur, Wind, Nebel und evtl. Regen alleine aushalten können oder brauchen wir die Weste als "Wasserträger" bis das Schlimmste vorbei ist?  Und wie wird die weiße Weste es aufnehmen, wenn der Neue im Team sicher für den Zieleinlauf geplant ist und sie als Altgediente wird evtl. vorzeitig rausgeschubst? 
Autor: Und wie hast du das gelöst? 
Candy: Hab ich gar nicht. Erima war´s. Stellt euch vor, was das schräge Shirt zu mir sagt:" Pass auf, Candy, du schmierst die Eier und klärst mit der Unterhose, dass die drei nicht streiten. Und ich rede mit der weißen Weste und kümmere mich darum, dass es zwischen uns, den Nippeln und den Achseln keine Reibung gibt." Das war ein Ding. Peng, da war mir klar, das wird was. Ich habe einen Manager für den Oberkörper gefunden und muss mich jetzt nur noch um den Laufapparat kümmern. Das war die Unterstützung, welche ich gesucht hatte. 
Autor: Ihr scheint euch ja wirklich gefunden zu haben. Wie hat sich das Ganze im Rennen ausgewirkt? Hat die Heile Welt gehalten oder hatten alle nur gute Miene zum bösen Spiel gemacht, Erima? 
Erima Rot: Nein, nein, ganz und gar nicht. Das war die richtige Zusammenstellung. Wir haben es direkt vor dem Start schon gemerkt. Es war wirklich kühl und ohne die weiße Weste hätte ich Candy nicht warm halten können. Im Gegenzug hat die weiße Weste aber auch nach dem Start nicht die Heizung aufgedreh,t sondern geholfen, ein moderates Oberkörperklima zu halten. Und das war bestimmt nicht einfach. Wir hatten ja alles außer Regen. Vor allem der Nebel, in welchen wir nach dem ersten Anstieg gelaufen sind, war eine Herausforderung. Der war so dicht, dass alles nass wurde. Hose, Socken Schuhe und auch Weste. Aber mich hat sie da rausgehalten. Danke an dieser Stelle, war eine Topleistung für so ein dünnes Ding, Weste. 
Autor: Ihr scheint ja Freunde geworden zu sein, du und weiße Weste? Wie hast du das Rennen wahrgenommen und empfunden, Candy? 
Candy: Ja, wie Erima schon sagt, die Bedingungen waren für das Begleitungsteam bestimmt nicht optimal, aber sie haben das Ganze sehr gut gelöst. So hatte ich den Kopf frei, mich um den Bewegungsapparat zu kümmern und das Rennen zu taktieren. Wir wollten nicht zu viel Energie auf den ersten Kilometern verschwenden, da wir uns nicht sicher waren, wie viel wir davon später noch zum Warmhalten benötigen werden, wenn wir erst über 700 Meter laufen. Da bläst ja dann doch gerne mal ein kühler Wind, der einem wichtige Körner rausreißt, welche aufs Ende zu dann fehlen. 
Autor: Wie war der Rennverlauf insgesamt? Ich habe die Bilder noch gar nicht gesehen, konnte weiße Weste als Vollausstattung mit ins Ziel laufen? 
Candy: Gleich vorneweg, nein. Weste musste zwischendrin, ich glaube so bei Kilometer 58, aussteigen. Sie konnte nicht mehr regulieren und wir drohten zu überhitzen. Aber bis dahin einfach super Leistung. Während des Laufens Wind und Nebel abgehalten, bei den Verpflegungspunkten die Wärme am Körper gehalten. Erst als die Sonne sich einmischte, kapitulierte Weste und fügte sich ihrer Aufgabe, machte sich klein und ließ Erima und mich frei laufen.
Autor: Frei laufen nach Kilometer 58? Das klingt nach Energiereserven? Erima, hast du das erwartet? 
Erima Rot: Nein, auf keinen Fall. Ich hatte schon von den anderen gehört was letztes Jahr passiert war und dass damals sogar die Zielankunft kurzzeitig in Gefahr war. Und jetzt so etwas. Jetzt ging es richtig zur Sache. Wir haben noch einmal bewusst Tempo gemacht. Ich muss zugeben, das war nicht leicht für mich. Schweiß aufnehmen, abtransportieren, nicht zu sehr am Körper kleben, nicht reiben und vor allem, lass ihn jetzt im Schatten bloß nicht gleich frieren. Nochmal können wir Weste nicht aktivieren wenn wir die Schlagzahl beibehalten wollen. 
Autor: Erima klingt ja total begeistert von der eigenen Leistung, hat der Kopf das auch so wahrgenommen? 
Candy: Ja, klar doch, oder woher haben die Beine wohl den konsequenten Befehl bekommen, es ab hier nochmal laufen zu lassen? Es hatte alles gepasst, wir sind gut über die Anstiege gekommen, waren warm, und hatten noch Energie. Selbst der Atemapparat hatte diesmal noch keinerlei Anstalten gemacht. Ob es an der klaren, durch den Regen der letzten Nacht gereinigten und sauerstoffreichen Luft lag? Auf jeden Fall war es nun an den Beinen ihren Teil beizutragen um ein starkes Finish zu ermöglichen. Es waren ja nun nur noch 15 Kilometer und da muss man auch mal was aushalten. Und das haben sie am Ende auch getan, sie haben uns auf der Geraden auf gutem Tempo gehalten, am Anstieg weit laufen lassen, bevor wir auf Gehen umstellen mussten und haben auch bergab Hervorragendes geleistet. Denn nach so vielen Kilometern geben die Beine auch bergab Brand als Rückmeldung und nicht mehr Wohlbefinden. Aber sie haben alles ausgehalten und uns sicher nach unten gebracht, nach Schmiedefeld.
Autor: Jetzt sind wir am spannendsten Punkt angekommen, am Zieleinlauf. Wie war der für dich, Erima? 
Erima Rot: Einfach grandios. du denkst an die Anfänge des Unternehmens zurück, vom Kennenlernen bis zum Start. Vor nicht mal acht Stunden waren wir uns noch darüber einig, dass, wenn wir nur gut durchkommen sollten, alles gut ist. Mehr könne man von einem neu zusammengestellten Team nicht erwarten, und dann das. Persönliche Bestzeit, auf einer um 800 Meter auf 73,5 Kilometer erweiterten Distanz, von 7:37:28 Stunden. Und du warst ein Teil dieses Erfolges. Was soll ich da noch sagen? 
Autor: Noch ein paar abschließende Worte vom Teamleader? 
Candy: Ja unbedingt noch ein paar dankende Worte an alle im Team, und diesmal vor allem an die Neuverpflichtung Erima Rot. Ich wollte das Shirt ja wirklich so haben, aber dass es so viel Leistung hat, hätte ich nicht gedacht. Und ich bin mir sicher, da ist noch mehr drin. Ich freue mich auf viele Wettkämpfe mit ihm. 

Ein unbekannter Autor. 

37. BIG 25 Berlin am 14.05.2017

Fotos: privat

Schon seit Jahren in meinem Fokus, aber immer wieder auf die lange Bank geschoben. Im Herbst 2016 gab´s aber kein Halten mehr. Die Anmeldung erfolgte spontan. 
Berlin hat übers Jahr gesehen unzählige Laufevents, aber dieser sogenannte BIG-25-Lauf hat eine besondere Bedeutung.

Der Lauf, das sagt schon der Name, geht über eine Distanz von 25 km und war der erste Lauf, der durch die Innenstadt Berlins führte. Und was noch dazukommt, einmal im Olympiastadion vor 90.000 Zuschauern durchs Ziel zu laufen. Naja, ganz so viele waren es dann doch nicht. 
Etwas zur Geschichte dieses Laufes: Als am 3. Mai 1981 die "25 km de Berlin" ihre Premiere hatten, war dies auch ein Start für die Laufbewegung in Deutschland. Während vor allen Dingen in Amerika, aber auch in Großbritannien und einigen anderen Ländern das Laufen viel populärer war und bereits große Cityrennen stattgefunden hatten, steckte die Laufbewegung in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Es gab zwar schon vorher Marathonveranstaltungen in Berlin und Frankfurt, doch durchsetzen konnten diese Pläne als Erste die französischen Alliierten in Berlin. Sie organisierten die "25 km de Berlin", früher auch "Franzosenlauf" genannt, die somit zu einem Wegbereiter deutscher Cityläufe wurden. Vorbild war das 20-km-Rennen von Paris nach Versailles. Da das alliierte Recht in Berlin Vorrang hatte, konnte die Polizei nichts unternehmen, um den Lauf mitten durch die Stadt zu stoppen. 
Zu der 25-km-Distanz kamen im Laufe der Jahre noch einige andere Wettbewerbe hinzu. 10 km, Halbmarathon, Staffel und Kinderläufe wurden ins Programm aufgenommen. Seinen Höhepunkt, was die Teilnehmerzahl anbelangt, erreichte der Lauf im Jahr 1990 mit über 14.000  Startern, also im Jahr nach der Grenzöffnung. 
Jetzt ein paar Worte zu meinem Lauf am 14. Mai. Die Wettervorhersagen ließen, wie in Paris, höhere Temperaturen erwarten. Fast zwei Stunden vorher waren wir bereits vor Ort und haben die Gelegenheit genutzt, einen Blick ins Stadion zu werfen. Ist schon ein imposanter Anblick. 
Startschuss sollte eigentlich um 10 Uhr sein. Aufstellung für  a l l e  Teilnehmer in 4 Blöcken, die Schnellen natürlich vorne. Aber bevor`s losging ließ man uns nochmal 20 Minuten in der Sonne schmoren, vermutlich um auf Betriebstemperatur zu kommen.
Die Teilnehmerblöcke waren am Start sehr breit, was natürlich zur Folge hatte, dass es nach ca. 2 km, als es auf normale Straßen überging, zu Stauungen kam. Mir egal, ich hatte mir von vornherein einen 6-Minuten Schnitt auferlegt. Quasi ein lockeres Auslaufen nach dem Paris Marathon.
Was ich nach den ersten paar km vermisste, waren die Fans bzw. Zuschauer an der Strecke und das änderte sich auch nicht, als wir nach ca. 9 km im Zentrum ankamen, sprich Brandenburger Tor, Unter den Linden, Friedrichstraße, Potsdamer Platz usw. Erst 2 km vor dem Ziel, kurz vorm Stadion, waren Zuschauer auszumachen. Was noch negativ aufgefallen ist: Getränkestationen alle 5 km waren bei diesen Temperaturen einfach zu wenig, das Standpersonal überfordert. Was auch zur Folge hatte, dass schon ab km 15 die Ersthelfer laufend im Einsatz waren. Ab km 20 haben auch bei mir die Kräfte nachgelassen, aus einem 05:50-min-Schnitt wurden dann 06:10-min. Was soll`s. 
Die letzten 300 m im Stadion waren schon beeindruckend, aber auch nicht mehr. Ach ja, mein größter Fan war auch dabei - Treffpunkt bei 10 km - dann erst wieder kurz vorm Olympiastadion. 
Fazit von diesem, vermutlich einmaligen Auftritt von mir: Es war schön, mal dabei gewesen zu sein, aber nochmal muss es eigentlich nicht sein. Da ist der Marathon im September doch ein ganz anderes Kaliber. 

Euer Chef

Schneider Electric Paris Marathon am 09.04.2017

1/5

Fotos: privat

1/5

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin….  

Pardon Madame et Monsieur – diesmal führte uns unser Marathon am 09. April in die Stadt der Liebe -  nach PARIS.

Obwohl es durchaus jede Menge Parallelen mit Berlin gibt - die beiden Städte verbindet immerhin seit 1987 ein Kooperationsabkommen, eine Art Städtepartnerschaft und auch die Laufbegeisterung der Pariser Zuschauer stand der der Berliner in nichts nach. Unsere Hauptstadt  hat zwar rund 1,3 Mio mehr Einwohner, dafür verfügt Paris über drei funktionierende! Flughäfen und sechs Kopfbahnhöfe. 

Womit wir gleich beim Thema wären …Vor fast einem Jahr traten wir in die Reiseplanungen ein, nachdem wir uns ganz demokratisch im Rahmen unserer liebgewonnenen Tradition, alle zwei Jahre einen Auslandsmarathon zu laufen, für das schöne PARIS entschieden hatten. Es sollte ja vor allem viel zu sehen sein und ganz wichtig – flach muss er sein - der Parcours, schließlich haben wir im Fürther Stadtwald genügend Hügel, die wir im alltäglichen Training wöchentlich bewältigen müssen/dürfen.  Diesmal wollten wir sowohl einen SVW-Starter- als auch Begleiter-Rekord aufstellen. Rasch wurden Flüge und Hotels gebucht, ein weiteres Novum – die Gründung einer WhatsApp-Gruppe zur Vorbereitung des Marathons. Ab sofort konnte sich keiner mehr über mangelnde Nachrichten beschweren. Jetzt mussten wir eigentlich "nur" noch trainieren ....  

Alle, die den Plan von Gerhard akribisch abgearbeitet und vor allem abgehakt hatten, sollten im Training rund 714 km zurückgelegt haben. Das entspricht übrigens nahezu der Entfernung von Zirndorf nach Paris. Es wäre also auch eine Variante gewesen, sich in den 12 Trainingswochen direkt auf dem Weg nach Frankreich zu machen. Aber nein, es sollte ja unbedingt per Flieger oder PkW bzw. später noch Flixbus sein, worauf ich nochmals zurückkomme. Wir haben uns während des Trainings mindestens 1x durch alle Klimazonen gearbeitet. Als wir bei eisigem Wind und -13 Grad über die Felder von Bronnamberg gestapft sind oder bei 19 Grad + das erste Weizen am Weißen Haus am wunderschönen Alten Kanal genossen haben – es war alles dabei.  Nichts konnte uns abschrecken – Allez! SV Weiherhof. 

Am Vorabend der Abreise hatte ich schon das Gefühl, wir würden eher ins Bermudadreieck, als nach Frankreich reisen. Leider haben wir quasi einige Teilnehmer und Begleiter auf der Strecke verloren, bevor es überhaupt das erste Mal über die Startmatte ging. Da waren zunächst die üblichen Dinge, wie Verletzungen und sonstige Unwägbarkeiten, die nicht planbar sind. Nun konnte uns eigentlich nichts mehr aufhalten, außer einem Streik! Trotz der drei funktionierenden Flughäfen in Paris ist es der Air France nicht gelungen, alle Starter & Begleiter des SVW rechtzeitig nach Paris zu bringen. Wir waren alle sehr traurig, dass Sigi und Heidi nicht mit uns laufen konnten. 

Schlussendlich konnten wir doch noch eine kleine Mannschaft und einen super Fanclub nach Paris bringen. Nach unserem Abendessen bei einer englischsprachigen Italienerin, die einige von uns doch noch zu Alkoholgenuss am Vorabend des Wettkampfes verführt hatte, trafen wir uns am Sonntag sehr früh zum Abmarsch am Hotel. 

Der Himmel von Paris war an diesem Tag auch mehr als bleu, genauso blau wie unsere extra für Paris gestalteten T-Shirts! Ich habe noch mal nachgelesen – eigentlich befindet sich Paris in der gemäßigten Klimazone. Die Jahresmitteltemperatur beträgt 10,8 Grad und der wärmste Monat ist der Juli mit 18,4 Grad. Gerhard hatte schon so eine Vorahnung, als wir am Start der Champs-Elysees mit einem wunderschönen Ausblick auf das Riesenrad des Place de la Concorde blickten. „Das wird richtig heiß heute“, so Gerhard zu mir … Er sollte leider recht behalten. 

Motiviert und gut gelaunt gingen also Candy, Gerhard, Anke & Holger, Kim, Vicki, Radka, Pia & Christoph, sowie Dirk & ich an den Start. So ein Marathon durch Paris erspart so manche Stadtbesichtigung. Der Rundkurs an der Seine weist einen Superlativ nach dem nächsten auf – vorbei am Louvre-Museum, am Place de la Bastille, der Kathedrale von Notre-Dame, dem Eiffelturm und den Bois de Boulogne, der grünen Lunge mitten in Paris, die uns zwischendurch kurz Schatten spendete. Schon bei km 6, direkt an unserem Hotel, winkten uns das erste Mal einige unserer Fans zu. Das hat gutgetan. Bis zum Eiffelturm, der sich etwa bei km 30 befand, war für mich persönlich noch alles gut. Schließlich wollte ich die magischen 4 Stunden knacken, war deswegen hoch motiviert und guter Dinge. Meine beiden Begleiter Gerhard und Holger und ich waren bis hierhin voll im Zeitplan.  Noch nie war ich während eines Marathons durch einen dunklen Tunnel gelaufen und schon gar nicht an dem Ort gewesen, wo einst Lady Di verunglückt ist. Irgendwie war das ein schlechtes Omen. Ab hier wurden die Beine so schwer und der Blick war nicht mehr auf die schönen Sehenswürdigkeiten, sondern nur noch auf die nächsten Versorgungsstellen gerichtet. Der für mein Empfinden durchaus hügelige und kurvenreiche Kurs und dazu noch mein verflixter 7. Marathon hat meinen Mitstreitern und mir alles abverlangt. Die Zuschauer und zahlreiche Bands und Tänzer haben alles gegeben, wie wir natürlich auch. Im Nachhinein konnten wir feststellen, dass es während des Laufs 26 Grad hatte. So führte uns die Strecke schließlich zum Zielpunkt des Paris-Marathons – auf die Avenue Foch zum Arc de Triomphe. Endlich erreichte ich, mittlerweile als Einzelkämpferin, völlig erschöpft und auch etwas enttäuscht das Ziel. Für eine Bestzeit hat es diesmal bei mir nicht gereicht. Ich habe mich dann aber schnell gefreut, einige  meiner Mitstreiter sowie  unsere Begleiter am Treffpunkt inmitten eines schönen Parks wiederzusehen. Nach ein paar aufmunternden Worten und ein paar Schlückchen Prosecco war die Welt wieder in Ordnung. Das Wichtigste - alle sind gesund ins Ziel gekommen. Christoph konnte mit seinem ersten Marathon natürlich seine persönliche Bestzeit verbuchen. 

Neben dem Hitzerekord konnten wir noch weitere Highlights verbuchen. Auf der Sonnenterrasse des Hotels hatte Dirk unterdessen mit unseren Begleitern Margrit & Ralf, Christiane & Roland, Renate, Ronja & Thomas,  Markus, Jürgen und Karin & Reno, die freundlicherweise die Partyzutaten, wie z. B. heimisches Bier im Fass in ihrem Auto nach Paris transportiert hatten, eine After-Run-Party aufgebaut. Hier haben wir alle das erste Mal an diesem Tag die Hitze von Paris genossen und unseren Durst gelöscht, sowie eine super Party gefeiert. 

Um wieder den Bogen nach Berlin zu schlagen – auch am Tag danach haben wir unsere traditionelle Schiffstour, diesmal natürlich nicht auf der Spree, sondern der Seine gemacht. Hier konnten wir entspannt und in sitzender Position nochmals die Sehenswürdigkeiten dieser einmaligen Stadt genießen. Im Anschluss hat jeder für sich die Stadt auf seine Weise erkundet. 

Der Platz reicht nicht aus für alle Erlebnisse, die wir in Paris noch so hatten. Der Ausflug war von Anfang bis Ende aufregend. Prägend waren neben dem Marathon und der wunderschönen Stadt vor allem die Erfahrungen in und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, sowie Flugzeugen … 

Einige von uns haben noch ein paar Tage drangehängt, um die vielen Sehenswürdigkeiten, Shoppingmöglichkeiten und vor allem das gute Essen, das die Stadt bietet, ausführlich zu genießen. Es bleiben uns die Eindrücke und der Spaß, den wir alle miteinander hatten. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Begleiter & Organisatoren. 

Ich habe mir übrigens sagen lassen, dass in einer großen deutschen Stadt im Spätherbst, also bei kühlem Wetter, dieses Jahr noch ein Marathon ausgetragen wird, der für seine schnellen Zeiten bekannt ist. Alternativ gehen wir in zwei Jahren eine neue Möglichkeit im Norden Europas an – Stockholm vi kommer… 

Eure Sandra

Toutes mes félicitations! Herzlichen Glückwunsch!

8. Post SV Frühjahrslauf Nürnberg - Autohaus Fröhlich HM am 11.03.2017

Fotos: privat

Seit einigen Jahren bietet der Post SV Nürnberg den Frühjahrslauf im Marienbergpark an. Heuer nutzte Sigi die Gelegenheit zu einem letzten Leistungstest vor dem Paris Marthon. Der Kurs führte über flache Runden durch den Park, welche für den HM mehrmals durchlaufen werden mussten. Das hatte den Vorteil für mich als Zuschauer, dass ich sie immer wieder anfeuern oder fotografieren konnte, ohne meinen Standort groß zu verändern. Und ganz nebenbei konnte ich einen schönen Spaziergang durch den Park absolvieren.

Sigi zeigte sich in Topform und schaffte ihre neue persönliche Bestzeit über die 21 km.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Elke

24. Johannesbad Thermen-Marathon Bad Füssing am 05.02.2017

Fotos: privat

So wie für einige unserer Läufer das Jahr traditionell mit dem TKN Silvesterlauf in Nürnberg ausklingt, beginnt für manch andere seit geraumer Zeit das Wettkampfjahr mit dem Johannesbad Thermen Marathon in Bad Füssing im oft kalten Februar. Neben diversen Kinderläufen und natürlich dem namengebenden Marathon werden ein Halbmarathon sowie ein 10-km-Lauf angeboten. Und da kommt der SV Weiherhof ins Spiel.

Auch heuer fanden sich zehn Läufer und Walker, die sich auf die Strecke machten und im Anschluss die müden Muskeln in den Thermalbecken des Johannesbades wieder aufwärmten. Der Eintritt in die Therme war nämlich in der Startgebühr inbegriffen.

Kim, Gerhard, Dirk, Sandra, Pia und Heidi verabschiedeten sich unter strahlend blauem Himmel auf die HM-Strecke, während Miriam und Margrit die 10 km in Angriff nahmen. Da es keine Extra-Ausschreibung für Nordic Walker gab, meldeten Christiane und Roland ebenfalls für diese Distanz und absolvierten sie, mit Stöcken bewaffnet, in gut anderthalb Stunden. Diese Zeit brachte beiden eine gute AK-Platzierung bei den 10-km-Läufern ein. 

Aber auch Margrit, Heidi und Kim wurden zur Siegerehrung gebeten, nachdem sie in ihrer jeweiligen Alterstklasse den 1. bzw. 2. Platz belegt hatten.

Egal ob mit oder ohne Platzierung, alle kamen heil ins Ziel und starteten schwungvoll und sportlich in ein neues Wettkampfjahr.

Herzlichen Glückwunsch an alle!

Elke

Ergebnisse HM

Ergebnisse 10 km

  • Facebook
  • YouTube